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Flow

Perlentaucherin

Nach Perlen „zu tauchen“ passt so gar nicht zu den abgründigen Schauern, die sich einstellen, wenn ich mich ein Stück in die Tiefen des Meeres hinab wage – wenn auch nur gedanklich, vorerst. Eine vertraute Ambivalenz zwischen Angst und Faszination. Genau diese Faszination wird es sein, die mich das Eintauchen in die Welt unter dem Meeresspiegel wird wagen lassen. Irgendwann. Das weiß ich, das spüre ich. Meine spezielle „Heldenreise“ hin zu dieser Perle, zur passenden Zeit.

Beim Schreiben dieser Zeilen merke ich – die Reise dahin hat schon längst begonnen, es ist nicht „irgendwann“ und zur passenden Zeit. Es ist jetzt. Das Wahrnehmen des Rufes, das Liebäugeln mit der Faszination und die Neugier. Die Vorbereitung.

So ist es eigentlich immer. Meine Perlen, die sich aus mir heraus kreieren, mich mehr oder weniger kraftvoll antreiben und mich daran erinnern, dass es für Kraft auch Ruhe braucht. Danke dafür. Und immer wieder ist es auch gefühlt genau der Punkt, wo sich die beiden Schleifen der liegenden Acht treffen. Das Innehalten nach dem Ein- und vor dem Ausatmen.

Der Moment, diese Mini-Pause, die Leere, die Ruhe, wo die Welle auf natürliche Weise kippt um wieder Kraft für den nächsten Anstieg zu tanken. Die Klarheit in der Bewusstheit, jetzt mit der Welle, dem melodischen Fluss zu gehen, der sich durch das natürliche Tempo der eigenen Lebensmelodie ergibt.

Die Sprache der natürlichen Welt…einatmen, ausatmen, Danke. Sollte auch unter Wasser klappen 😉

Was ist denn deine ganz persönliche Perle? Wie tief oder wie weit oder wie lang musst du oder willst du dafür gehen? Und wann setzt du den ersten Schritt?

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